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Limit Hold'em im Internet - Odds & Outs

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Eine Einführung, um die niedrigen Limits zu besiegen

4 - Odds & Outs

In dem ersten Teil über Limit Hold'em sind wir schon auf die Bedeutung der Pot Odds eingegangen, hier werden wir das Thema vertiefen. Sie werden Informationen darüber finden, wie Sie Ihre Chancen berechnen können sowie andere nützliche Tipps.
Es ist wichtig, dass Sie sofort sehen können, wie viele Outs Sie haben, um eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit vorzunehmen, die es Ihnen erlaubt, in Hinblick auf die Größe des Pots zu einer richtigen Entscheidung zu finden.

Es geht immer um Prozentsätze, mit ihnen wird nur so herumgeworfen. Das kann man gar nicht alles auswendig lernen, und in den 10 Sekunden Bedenkzeit, die man hat, ist es auch nahezu unmöglich, mal kurz eine Berechnung wie 9/45 + 8/44 durchzuführen. Aus diesem Dilemma hilft glücklicherweise eine einfache Eselsbrücke:
Der Trick besteht darin, dass man beim Flop die Anzahl der Outs mit 4 multipliziert und beim Turn mit 2. Diese Ergebnisse sind eine gute Annäherung an die tatsächliche Wahrscheinlichkeit.

Ein Flush Draw beim Flop: 9 Outs x 4 = 36 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 37 %)
Ein Flush Draw beim Turn: 9 Outs x 2 = 18 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 21 %)
Ein Straight Flush Draw beim Flop: 15 Outs x 4 = 60 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 54 %)
Ein Straight Flush Draw beim Turn: 15 Outs x 2 = 30 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 34 %)
Middle Pair mit einer Overcard beim Flop: 2 + 3 = 5 Outs x 4 ist 20 %...
Das Prinzip ist damit klar.

So haben Sie in außergewöhnlichen Situationen, wie 7 oder 16 Outs, die Möglichkeit, schnell einen annähernden Wahrscheinlichkeitswert zu ermitteln.
Für die Perfektionisten unter uns gibt es noch eine zweite, kompliziertere Möglichkeit zur Ermittlung eines genaueren Wahrscheinlichkeitswerts:
Beim Flop multiplizieren Sie die Anzahl der Outs - bei 10 oder weniger Outs - mit 4 und bei allen anderen Outs - 10 oder mehr - multiplizieren Sie mit 3. Beim Turn multiplizieren Sie die Anzahl der Outs mit 2,2.

Ein Flush Draw beim Flop: 9 Outs x 4 = 36 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 37 %)
Ein Flush Draw beim Turn: 9 Outs x 2,2 = 20 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit : 21 %)
Ein Straight Flush Draw beim Flop: (10 Outs x 4) + (5 Outs x 3) = 55 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 54 %)
Ein Straight Flush Draw beim Turn: 15 Outs x 2,2 = 33 % (tatsächliche Wahrscheinlichkeit: 34 %)
Zur Erklärung der genauen Berechnung klicken Sie hier.

Wenn Sie selbst häufiger diese Berechnungen durchführen, geht das bald automatisch. Sie werden von diesen Berechnungen profitieren. Die Wahrscheinlichkeitswerte lassen sich wiederum in Odds umsetzen, wenn Sie die Pot Odds wissen möchten. Die Umrechnung der Prozentzahlen in Odds ist jedoch schwieriger als umgekehrt. Wir empfehlen deshalb die Berechnung anders herum vorzunehmen.
Nehmen wir an, dass sich im Pot $ 100 befinden. Jemand macht ein Bet von $ 20, dann erhalten Sie 120:20 oder 6:1 für Ihr Geld. Das ist also ein 1/7 des Gesamten und entspricht somit 14,3 %.
Angenommen, der Pot ist $ 60 und es erfolgt ein Bet von $ 40, dann erhalten Sie 100:40 oder 2,5:1 für Ihr Geld. Das entspricht 2/7 des Gesamten = 28,6 %.

So brauchen Sie nur diese beiden Prozentwerte miteinander in Beziehung zu setzen und zu vergleichen, und Sie benötigen nicht die von den Amerikanern gerne verwendeten Odds.
Möchten Sie nur die Odds vergleichen, so geht das auch. Nehmen wir an, Sie haben einen Pot mit $ 100 und jemand macht ein Bet von $ 20, dann erhalten Sie 120:20 oder 6:1 für Ihr Geld.
Haben Sie in dieser Situation einen Flush Draw und gehen davon aus, dass Ihr Gegenspieler keine dieser Karten in der Hand hat, so sind Ihnen beim Turn acht Karten bekannt. 44 Karten (52 - 8) sind übrig, wobei Sie 9 Karten für Ihren Flush brauchen können und 35 nicht. Die Odds sind also 35:9, oder 3,9:1.
Beim Pot ist das Verhältnis 6:1. Der Call ist also einfach.

Ist Ihnen das Kopfrechnen der Grundsschulzeit nicht mehr präsent, dann es fällt es Ihnen bald wieder ein. Die Übung macht´s. Es ist aber doch gut zu wissen, dass die Berechnungen nicht aufs Komma genau sein müssen. Das einzige, was Sie wissen müssen, ist, ob der Pot groß genug ist, um einen Call verantworten zu können. Mit einer groben Schätzung liegen Sie oft richtig. Bei den niedrigen Limits ist der Pot meist ziemlich hoch, so dass fast nie Entscheidungen auf Messers Schneide vorkommen.
Sollte das aber dennoch der Fall sein, so haben Sie jetzt zumindest die Möglichkeit, dieses Problem zu lösen.

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