Limit Holdem – Die Starthand
Basisstrategie für Limit Texas Hold'em
2 - Die Starthand
Ein großer Teil des Gewinns bei Limit Hold'em hängt von den zwei Karten ab, mit denen Sie beginnen. Es ist absolut notwendig, dass Sie eine solide Handselektion vornehmen. Einen großen Teil der Karten, die verteilt werden, begutachten Sie kurz, um sie dann wieder abzuwerfen. Allein diese Vorgehensweise bringt Ihnen auf lange Sicht Geld ein. Dort nämlich, wo schlechte Spieler bei derselben Karte denken: „Na mal schauen, was dabei raus kommt“, und dann einen großen Pot verlieren, wartet ein guter Spieler geduldig auf die Starthand, die ihm dann Geld einbringt.
Glücklicherweise ist es ziemlich einfach, zu einer soliden Handselektion zu gelangen. Der Pokertheoretiker David Sklansky hat hierzu eine schöne Tabelle zusammengestellt, derer wir uns auch bedienen werden.
Zunächst einmal wollen wir Sie mit dem Begriff „Position“ vertraut machen.
Wie Sie bereits wissen, werden zwei Blinds links vom Button gesetzt (Small Blind und Big Blind). Der Button wird nach jeder Runde eine Position weiter geschoben. Derjenige, der direkt links vom Big Blind sitzt, ist als Erster an der Reihe. Er wählt als Erster und hat dabei die Wahl zwischen mitgehen (callen), aus dem Spiel aussteigen (folden) oder erhöhen (raisen). Dann geht es im Uhrzeigersinn weiter bis zu demjenigen mit dem Dealer-Button und dann weiter mit dem Small Blind und dem Big Blind.
Derjenige, der als Erster an der Reihe ist, hat absolut keine Informationen über die Kartenstärke der anderen Mitspieler, während der, der den Button vor sich liegen hat, über viel mehr Informationen verfügt. Er kann folglich viel besser entscheiden, ob er die Starthand spielen möchte oder nicht. Ein zusätzlicher Vorteil für ihn ist, dass er bei allen folgenden Bietrunden als Letzter an der Reihe ist und dann ebenfalls jeweils über die meisten Informationen verfügt. Für den Blind gilt, dass sie in den folgenden Bietrunden als Erster bzw. als Zweiter an der Reihe sind – eine nachteilige Position.
Daraus ergibt sich, dass die begehrteste Position der Platz mit dem Button ist. Der Button wird jedoch jede Runde einen Platz weiter geschoben, und so kommt jeder letztlich gleich oft in den Genuss dieser Position.
Da Sie als Spieler mit Dealer-Button über die meisten Informationen verfügen, können Sie auch die meisten Starthände spielen. Auf lange Sicht wird in dieser Position das meiste Geld verdient. Es gibt eine ganze Reihe Starthände, die man ruhig spielen kann, wenn man „on the Button is“, während dieselbe Hand in der Position des ersten oder zweiten am besten einfach hingeworfen wird. Zwischen dem ersten Spieler und dem Button sitzen noch sechs weitere Spieler, und jeder weitere Spieler hat ein wenig mehr Informationen über die Karten seiner Vorgänger. Nicht für jede Position gibt es eine gesonderte Handselektion. Zur Vereinfachung sind die Positionen in drei Gruppen unterteilt: Early Position, Middle Position und Late Position. Wir verwenden hier die englischen Begriffe, da sie in der Pokersprache üblich sind und zum festen Jargon gehören. Übrigens sind auch die Bücher, die man gelesen haben sollte, alle auf Englisch.
Early Position:
Die drei Positionen links vom Big Blind. Ein guter Limit Hold'em-Spieler ist in der „Early Position“ am wählerischsten und wägt sehr genau ab, welche Starthand er spielt. Die erste Position wird auch als „under the gun“ bezeichnet.
Middle Position:
Dies sind die Positionen vier, fünf und sechs. In dieser Position können mehr Starthände gespielt werden als in der „Early Position“.
Late Position:
Das sind die beiden letzten Plätze am Tisch. Das ist die Position mit dem Button und der Platz rechts vom Button. Diese Positionen werden als „the cut-off“ bezeichnet“ In der „Late Position“ werden die meisten Starthände gespielt.
Jetzt, da Sie mit dem Begriff „Position“ am Pokertisch vertrauter sind, wenden wir uns der Starthand zu. Die beste Hand besteht aus zwei Assen. Das ist die beste Hand, die man erhalten kann und sie bringt das meiste Geld ein. Die schlechteste Hand besteht aus einer 2 und einer 7 unterschiedlicher Farben. Diese Hand sollte man so schnell wie möglich abwerfen. Zwischen den 2 Assen und dem '2-7 Offsuit' gibt es eine ganze Skala an Kombinationen, die gespielt werden können. Der Begriff „Offsuit” wird für zwei Karten, die nicht von der gleichen Farbe sind, verwendet. Karten von der gleichen Farbe werden als “suited” bezeichnet.
David Sklansky hat in seinem Buch Hold'em for Advanced Players die Starthand in 8 Gruppen eingeteilt, wobei die Höhe der Gruppe die Stärke der Starthand wiedergibt. In Gruppe 1 befinden sich die stärksten Starthände, in Gruppe 8 die schwächsten.
Im Folgenden sehen Sie die Gruppen mit den Starthänden. Ein T steht für Ten, und mit einem x wird jede kleine Karte bezeichnet. Ax setzt sich also zusammen aus A8 - A2 und Kx besteht aus K8 - K2. Steht ein kleines „s“ hinter Hand, so ist damit gemeint, dass es sich hier um eine „suited“ Kombination handelt. KQs steht also für König - Dame suited (beide zum Beispiel von Pik).
Zur Vereinfachung und zum Lernen der Starthand haben wir eine Einteilung in einer Tabelle vorgenommen:
Und eine gesonderte Tabelle für die Pocket Pairs (zwei Karten von einem Wert in einer Hand):
Kartenkombinationen, die nicht in die Tabelle aufgenommen worden sind und folglich auch nicht in einer Gruppe zu finden sind, sind nicht ohne weiteres spielbar. Wenn Sie Q6s (eine Dame und eine sechs von der gleichen Farbe) haben, dann denken Sie jetzt nicht: „Jetzt schauen wir mal, was der Tisch zu bieten hat“, sondern Sie wissen, dass man mit diesen Karten nichts anderes tun kann als sie abwerfen.
Lassen Sie ruhig Ihren Gegner Starthände dieser Art spielen.
Lassen Sie sich jetzt nicht durch diese Tabellen abschrecken. Wenn Sie sich ein bisschen damit befassen, dann werden Sie merken, dass diese Tabellen gar nicht so schwierig und einfach zu behalten sind. Spielen Sie im Internet, dann können Sie auch einfach die Tabelle daneben legen. Sie dürfen Ihre Tabellen selbstverständlich auch in ein Casino mit hinein nehmen, doch davon raten wir nachdrücklich ab! Sie verstehen sicherlich den Grund...
Bevor wir eine Kategorisierung vornehmen können, in welcher Position und unter welchen Umständen bestimmte Starthände gespielt werden können, wollen wir Sie erst mit den Begriffen, die beim Pokern verwendet werden, vertraut machen. Jeder Pokertisch ist ein wenig anders. Wie an einem Tisch gespielt wird, hängt zudem immer von den Menschen ab, die dort sitzen. Wird viel erhöht (raise)? Spielen die Gegner oft Starthände? Diese Faktoren sind für die Bewertung der eigenen Hand von entscheidender Bedeutung. Sitzen Sie zum Beispiel an einem Tisch, an dem viele Starthände gespielt werden, dann befinden Sie sich in einem „loose game“.
Das systematisieren wir jetzt:
Tight game:
Ein Tisch, an dem die Gegner nicht oft Starthände spielen und wo folglich nur wenige Spieler den Flop sehen. An einem solchen Tisch passiert es nicht selten, dass vier oder weniger Spieler den Flop wahrnehmen.
Loose Game:
Ein Tisch, an dem die Gegner häufig Starthände spielen und an dem viele Spieler den Flop sehen. Es werden hier in der Regel recht viele schlechte Starthände gespielt.
Darüber hinaus können noch aggressive und passive Tische unterschieden werden. An einem aggressiven Tisch wird meistens viel erhöht (raise) und dann nochmals erhöht (re-raise). An einem passiven Tisch hört man dagegen häufig „call“.
Mit den Begriffen aggressiv/passiv wird etwas über die Art und Weise, wie gespielt wird, ausgesagt, während mit loose/tight eine Aussage über Qualität und Einschätzung der Starthand getroffen wird.
Die Begriffe lassen sich kombinieren: tight/aggressiv, tight/passiv, loose/aggressiv, loose/passiv.
Man kann ohne Einschränkungen sagen, dass der einfachste Tisch ein Tisch der Kategorie loose/passiv ist.
Spielen Sie um höhere Limits, werden Sie diesem Typ immer weniger begegnen. Wichtig ist, dass Ihnen bewusst ist, dass ein loose-passives Spiel ein einfaches Spiel ist. Wenn Sie hier gewinnen, liegt das also weniger an ihrem eigenen brillanten Spiel, sondern an den Händen der Mitspieler. Sie brauchen kein Weltklasse-Spieler zu sein, um Aktionen wie „Checkraise Bluff“ zu durchschauen und auf Spieler, die bis zum River callen, nicht direkt anzuspringen. Halten Sie sich an die Basisstrategie, wie sie Sklansky in seinem Buch (Holdem for Advanced Players) darlegt. Das garantiert auf lange Sicht den Gewinn.
Denken Sie an die Langfristigkeit. Die Tatsache, dass keiner weggeblufft werden kann, führt zu einem anderen Problem. Sie gewinnen nur, wenn Sie Ihre beste Hand in einem Showdown zeigen. Das braucht Zeit. Ihre Swings werden an den Loose-Tischen größer sein als an den Tight-Tischen, vor allem, wenn dann auch noch viele Raise-Aktionen stattfinden. Disziplin ist hier außerordentlich wichtig. Lassen Sie sich nicht verrückt machen durch Leute, die zum –zigsten Mal mit einem Backdoor-Flush gewinnen. Das wird häufiger passieren, weil noch immer so viele Spieler sich auf ihren Flop, ihren Turn und ihren River konzentrieren. Geduld ist wichtig und bringt den Gewinn. Letztlich werden die Leute, die gerne Backdoor Flushes und andere unmögliche Suck-Outs machen, bestimmt irgendwann wieder Ihre Kreditkarte zücken müssen.
Die folgende Darlegung über Starthände ist eine Übersicht. Wir wollen hier nicht ein ganzes Limit Hold'em–Buch schreiben. Wollen Sie zum guten Spieler avancieren, dann kommen Sie um die Anschaffung und die Lektüre einiger Limit Hold'em-Bücher nicht herum.
Bevor wir darauf eingehen, welche Starthand aus welcher Position heraus gespielt werden kann, wollen wir darlegen, welche strategischen Überlegungen der Beurteilung der Hand zu Grunde liegen.
Ein guter Pokerspieler begutachtet seine Starthand sehr sorgfältig und spielt sein Blatt recht aggressiv. Spieler, die gewinnen, setzen oft einen Einsatz und erhöhen häufig (bet und raise), vor allem aber tun sie es zu den richtigen Momenten. Einfach den bisherigen Einsatz bezahlen (call) ist oft die schlechteste Option. Das Bet/Raisen birgt folgenden Vorteile:
Hände, die bei wenigen Spielern funktionieren, sehen anders aus als bei mehreren Spielern. Während bei wenigen Spielern auch Hände mit einem Pärchen oder anderen hohen Karten zu gewinnen sind, reicht das bei mehreren Spielern nicht aus. Hier müssen Sie dann schon ein wenig mehr mitbringen, wenn Sie beim Showdown gewinnen wollen. Gegen wenige Gegner spielen Sie eher aggressiv. Hier ist der Pot oft nicht so groß, aber man gewinnt einen großen Teil des Pots.
Eine Karte 89 suited oder ein Pärchen Fünfer ist bei mehreren Spielern besser, denn man wird nur in diese Karten investieren, wenn man beim Flop eine starke Hand macht (oder wenn Sie einen Draw für eine starke Hand haben). Ein Fünfer-Paar ist also eine sehr starke Hand, wenn eine 5 auf den Flop kommt. Denn nun erhalten Sie einen Set (Three of a Kind). In allen anderen Fällen, sollte man besser ablegen. Für diese Hände gilt, dass man sie besser ablegt, wenn man keinen „Hit“ plant. Ist dies aber der Fall, möchte man, dass viele Spieler mitgehen, so dass man dann beim Showdown einen großen Pot gewinnen kann.
2 - Die Starthand
Ein großer Teil des Gewinns bei Limit Hold'em hängt von den zwei Karten ab, mit denen Sie beginnen. Es ist absolut notwendig, dass Sie eine solide Handselektion vornehmen. Einen großen Teil der Karten, die verteilt werden, begutachten Sie kurz, um sie dann wieder abzuwerfen. Allein diese Vorgehensweise bringt Ihnen auf lange Sicht Geld ein. Dort nämlich, wo schlechte Spieler bei derselben Karte denken: „Na mal schauen, was dabei raus kommt“, und dann einen großen Pot verlieren, wartet ein guter Spieler geduldig auf die Starthand, die ihm dann Geld einbringt.
Glücklicherweise ist es ziemlich einfach, zu einer soliden Handselektion zu gelangen. Der Pokertheoretiker David Sklansky hat hierzu eine schöne Tabelle zusammengestellt, derer wir uns auch bedienen werden.
Zunächst einmal wollen wir Sie mit dem Begriff „Position“ vertraut machen.
Wie Sie bereits wissen, werden zwei Blinds links vom Button gesetzt (Small Blind und Big Blind). Der Button wird nach jeder Runde eine Position weiter geschoben. Derjenige, der direkt links vom Big Blind sitzt, ist als Erster an der Reihe. Er wählt als Erster und hat dabei die Wahl zwischen mitgehen (callen), aus dem Spiel aussteigen (folden) oder erhöhen (raisen). Dann geht es im Uhrzeigersinn weiter bis zu demjenigen mit dem Dealer-Button und dann weiter mit dem Small Blind und dem Big Blind.
Derjenige, der als Erster an der Reihe ist, hat absolut keine Informationen über die Kartenstärke der anderen Mitspieler, während der, der den Button vor sich liegen hat, über viel mehr Informationen verfügt. Er kann folglich viel besser entscheiden, ob er die Starthand spielen möchte oder nicht. Ein zusätzlicher Vorteil für ihn ist, dass er bei allen folgenden Bietrunden als Letzter an der Reihe ist und dann ebenfalls jeweils über die meisten Informationen verfügt. Für den Blind gilt, dass sie in den folgenden Bietrunden als Erster bzw. als Zweiter an der Reihe sind – eine nachteilige Position.
Daraus ergibt sich, dass die begehrteste Position der Platz mit dem Button ist. Der Button wird jedoch jede Runde einen Platz weiter geschoben, und so kommt jeder letztlich gleich oft in den Genuss dieser Position.
Da Sie als Spieler mit Dealer-Button über die meisten Informationen verfügen, können Sie auch die meisten Starthände spielen. Auf lange Sicht wird in dieser Position das meiste Geld verdient. Es gibt eine ganze Reihe Starthände, die man ruhig spielen kann, wenn man „on the Button is“, während dieselbe Hand in der Position des ersten oder zweiten am besten einfach hingeworfen wird. Zwischen dem ersten Spieler und dem Button sitzen noch sechs weitere Spieler, und jeder weitere Spieler hat ein wenig mehr Informationen über die Karten seiner Vorgänger. Nicht für jede Position gibt es eine gesonderte Handselektion. Zur Vereinfachung sind die Positionen in drei Gruppen unterteilt: Early Position, Middle Position und Late Position. Wir verwenden hier die englischen Begriffe, da sie in der Pokersprache üblich sind und zum festen Jargon gehören. Übrigens sind auch die Bücher, die man gelesen haben sollte, alle auf Englisch.
Early Position:
Die drei Positionen links vom Big Blind. Ein guter Limit Hold'em-Spieler ist in der „Early Position“ am wählerischsten und wägt sehr genau ab, welche Starthand er spielt. Die erste Position wird auch als „under the gun“ bezeichnet.
Middle Position:
Dies sind die Positionen vier, fünf und sechs. In dieser Position können mehr Starthände gespielt werden als in der „Early Position“.
Late Position:
Das sind die beiden letzten Plätze am Tisch. Das ist die Position mit dem Button und der Platz rechts vom Button. Diese Positionen werden als „the cut-off“ bezeichnet“ In der „Late Position“ werden die meisten Starthände gespielt.
Jetzt, da Sie mit dem Begriff „Position“ am Pokertisch vertrauter sind, wenden wir uns der Starthand zu. Die beste Hand besteht aus zwei Assen. Das ist die beste Hand, die man erhalten kann und sie bringt das meiste Geld ein. Die schlechteste Hand besteht aus einer 2 und einer 7 unterschiedlicher Farben. Diese Hand sollte man so schnell wie möglich abwerfen. Zwischen den 2 Assen und dem '2-7 Offsuit' gibt es eine ganze Skala an Kombinationen, die gespielt werden können. Der Begriff „Offsuit” wird für zwei Karten, die nicht von der gleichen Farbe sind, verwendet. Karten von der gleichen Farbe werden als “suited” bezeichnet.
David Sklansky hat in seinem Buch Hold'em for Advanced Players die Starthand in 8 Gruppen eingeteilt, wobei die Höhe der Gruppe die Stärke der Starthand wiedergibt. In Gruppe 1 befinden sich die stärksten Starthände, in Gruppe 8 die schwächsten.
Im Folgenden sehen Sie die Gruppen mit den Starthänden. Ein T steht für Ten, und mit einem x wird jede kleine Karte bezeichnet. Ax setzt sich also zusammen aus A8 - A2 und Kx besteht aus K8 - K2. Steht ein kleines „s“ hinter Hand, so ist damit gemeint, dass es sich hier um eine „suited“ Kombination handelt. KQs steht also für König - Dame suited (beide zum Beispiel von Pik).
- Gruppe 1: AA, KK, QQ, JJ, AKs
- Gruppe 2: TT, AQs, AJs, KQs, AK
- Gruppe 3: 99, JTs, QJs, KJs, ATs, AQ
- Gruppe 4: T9s, KQ, 88, QTs, 98s, J9s, AJ, KTs
- Gruppe 5: 77, 87s, Q9s, T8s, KJ, QJ, JT, 76s, 97s, Axs, 65s
- Gruppe 6: 66, AT, 55, 86s, KT, QT, 54s, K9s, J8s, 75s
- Gruppe 7: 44, J9, 64s, T9, 53s, 33, 98, 43s, 22, Kxs, T7s, Q8s
- Gruppe 8: 87, A9, Q9, 76, 42s, 32s, 96s, 85s, J8, J7s, 65, 54, 74s, K9, T8
Zur Vereinfachung und zum Lernen der Starthand haben wir eine Einteilung in einer Tabelle vorgenommen:
| Hand | Gruppe | Hand | Gruppe | ||
| Suited | Offsuit | Suited | Offsuit | ||
| AK | 1 | 2 | 98 | 4 | 7 |
| AQ | 2 | 3 | 97 | 5 | - |
| AJ | 2 | 4 | 96 | 8 | - |
| AT | 3 | 6 | |||
| A9 | 5 | 8 | 87 | 5 | 8 |
| Ax | 5 | - | 86 | 6 | - |
| 85 | 8 | - | |||
| KQ | 2 | 4 | |||
| KJ | 3 | 5 | 76 | 5 | 8 |
| KT | 4 | 6 | 75 | 6 | - |
| K9 | 6 | 8 | 74 | 8 | - |
| Kx | 7 | - | |||
| 65 | 5 | 8 | |||
| QJ | 3 | 5 | 64 | 7 | - |
| QT | 4 | 6 | |||
| Q9 | 5 | 8 | 54 | 6 | 8 |
| Q8 | 7 | - | 53 | 7 | - |
| JT | 3 | 5 | 43 | 7 | - |
| J9 | 4 | 7 | 42 | 8 | - |
| J8 | 6 | 8 | |||
| J7 | 8 | 32 | 8 | - | |
| T9 | 4 | 7 | |||
| T8 | 5 | 8 | |||
| T7 | 7 | - | |||
Und eine gesonderte Tabelle für die Pocket Pairs (zwei Karten von einem Wert in einer Hand):
| Hand | Gruppe | Hand | Gruppe |
| AA | 1 | 77 | 5 |
| KK | 1 | 66 | 6 |
| 1 | 55 | 6 | |
| JJ | 1 | 44 | 7 |
| TT | 2 | 33 | 7 |
| 99 | 3 | 22 | 7 |
| 88 | 4 |
Kartenkombinationen, die nicht in die Tabelle aufgenommen worden sind und folglich auch nicht in einer Gruppe zu finden sind, sind nicht ohne weiteres spielbar. Wenn Sie Q6s (eine Dame und eine sechs von der gleichen Farbe) haben, dann denken Sie jetzt nicht: „Jetzt schauen wir mal, was der Tisch zu bieten hat“, sondern Sie wissen, dass man mit diesen Karten nichts anderes tun kann als sie abwerfen.
Lassen Sie ruhig Ihren Gegner Starthände dieser Art spielen.
Lassen Sie sich jetzt nicht durch diese Tabellen abschrecken. Wenn Sie sich ein bisschen damit befassen, dann werden Sie merken, dass diese Tabellen gar nicht so schwierig und einfach zu behalten sind. Spielen Sie im Internet, dann können Sie auch einfach die Tabelle daneben legen. Sie dürfen Ihre Tabellen selbstverständlich auch in ein Casino mit hinein nehmen, doch davon raten wir nachdrücklich ab! Sie verstehen sicherlich den Grund...
Bevor wir eine Kategorisierung vornehmen können, in welcher Position und unter welchen Umständen bestimmte Starthände gespielt werden können, wollen wir Sie erst mit den Begriffen, die beim Pokern verwendet werden, vertraut machen. Jeder Pokertisch ist ein wenig anders. Wie an einem Tisch gespielt wird, hängt zudem immer von den Menschen ab, die dort sitzen. Wird viel erhöht (raise)? Spielen die Gegner oft Starthände? Diese Faktoren sind für die Bewertung der eigenen Hand von entscheidender Bedeutung. Sitzen Sie zum Beispiel an einem Tisch, an dem viele Starthände gespielt werden, dann befinden Sie sich in einem „loose game“.
Das systematisieren wir jetzt:
Tight game:
Ein Tisch, an dem die Gegner nicht oft Starthände spielen und wo folglich nur wenige Spieler den Flop sehen. An einem solchen Tisch passiert es nicht selten, dass vier oder weniger Spieler den Flop wahrnehmen.
Loose Game:
Ein Tisch, an dem die Gegner häufig Starthände spielen und an dem viele Spieler den Flop sehen. Es werden hier in der Regel recht viele schlechte Starthände gespielt.
Darüber hinaus können noch aggressive und passive Tische unterschieden werden. An einem aggressiven Tisch wird meistens viel erhöht (raise) und dann nochmals erhöht (re-raise). An einem passiven Tisch hört man dagegen häufig „call“.
Mit den Begriffen aggressiv/passiv wird etwas über die Art und Weise, wie gespielt wird, ausgesagt, während mit loose/tight eine Aussage über Qualität und Einschätzung der Starthand getroffen wird.
Die Begriffe lassen sich kombinieren: tight/aggressiv, tight/passiv, loose/aggressiv, loose/passiv.
Man kann ohne Einschränkungen sagen, dass der einfachste Tisch ein Tisch der Kategorie loose/passiv ist.
Spielen Sie um höhere Limits, werden Sie diesem Typ immer weniger begegnen. Wichtig ist, dass Ihnen bewusst ist, dass ein loose-passives Spiel ein einfaches Spiel ist. Wenn Sie hier gewinnen, liegt das also weniger an ihrem eigenen brillanten Spiel, sondern an den Händen der Mitspieler. Sie brauchen kein Weltklasse-Spieler zu sein, um Aktionen wie „Checkraise Bluff“ zu durchschauen und auf Spieler, die bis zum River callen, nicht direkt anzuspringen. Halten Sie sich an die Basisstrategie, wie sie Sklansky in seinem Buch (Holdem for Advanced Players) darlegt. Das garantiert auf lange Sicht den Gewinn.
Denken Sie an die Langfristigkeit. Die Tatsache, dass keiner weggeblufft werden kann, führt zu einem anderen Problem. Sie gewinnen nur, wenn Sie Ihre beste Hand in einem Showdown zeigen. Das braucht Zeit. Ihre Swings werden an den Loose-Tischen größer sein als an den Tight-Tischen, vor allem, wenn dann auch noch viele Raise-Aktionen stattfinden. Disziplin ist hier außerordentlich wichtig. Lassen Sie sich nicht verrückt machen durch Leute, die zum –zigsten Mal mit einem Backdoor-Flush gewinnen. Das wird häufiger passieren, weil noch immer so viele Spieler sich auf ihren Flop, ihren Turn und ihren River konzentrieren. Geduld ist wichtig und bringt den Gewinn. Letztlich werden die Leute, die gerne Backdoor Flushes und andere unmögliche Suck-Outs machen, bestimmt irgendwann wieder Ihre Kreditkarte zücken müssen.
Die folgende Darlegung über Starthände ist eine Übersicht. Wir wollen hier nicht ein ganzes Limit Hold'em–Buch schreiben. Wollen Sie zum guten Spieler avancieren, dann kommen Sie um die Anschaffung und die Lektüre einiger Limit Hold'em-Bücher nicht herum.
Bevor wir darauf eingehen, welche Starthand aus welcher Position heraus gespielt werden kann, wollen wir darlegen, welche strategischen Überlegungen der Beurteilung der Hand zu Grunde liegen.
Ein guter Pokerspieler begutachtet seine Starthand sehr sorgfältig und spielt sein Blatt recht aggressiv. Spieler, die gewinnen, setzen oft einen Einsatz und erhöhen häufig (bet und raise), vor allem aber tun sie es zu den richtigen Momenten. Einfach den bisherigen Einsatz bezahlen (call) ist oft die schlechteste Option. Das Bet/Raisen birgt folgenden Vorteile:
- Man kann den Pot bekommen, wenn der Rest seine Hand abwirft (wenn der Bluff die einzige Möglichkeit ist - aber manchmal auch sehr schön, wenn man selbst die bessere Hand hat, da der Gegner keine Möglichkeit hat, Sie herauszudrängen.)
- Der Pot wird größer.
- Informationen über die Stärke der Hand anderer Spieler werden ersichtlich
- Das Spielfeld kann ausgedünnt werden, so dass Sie eine größere Chance bei einem Showdown haben.
- Ihr Image steigt. Sie imponieren anderen Spielern durch Ihr aggressives Spiel. Dies kann auf unterschiedliche Wegen zu höheren Gewinnchancen führen, da andere unter Umständen dann schlechtere Entscheidungen treffen werden.
Hände, die bei wenigen Spielern funktionieren, sehen anders aus als bei mehreren Spielern. Während bei wenigen Spielern auch Hände mit einem Pärchen oder anderen hohen Karten zu gewinnen sind, reicht das bei mehreren Spielern nicht aus. Hier müssen Sie dann schon ein wenig mehr mitbringen, wenn Sie beim Showdown gewinnen wollen. Gegen wenige Gegner spielen Sie eher aggressiv. Hier ist der Pot oft nicht so groß, aber man gewinnt einen großen Teil des Pots.
Eine Karte 89 suited oder ein Pärchen Fünfer ist bei mehreren Spielern besser, denn man wird nur in diese Karten investieren, wenn man beim Flop eine starke Hand macht (oder wenn Sie einen Draw für eine starke Hand haben). Ein Fünfer-Paar ist also eine sehr starke Hand, wenn eine 5 auf den Flop kommt. Denn nun erhalten Sie einen Set (Three of a Kind). In allen anderen Fällen, sollte man besser ablegen. Für diese Hände gilt, dass man sie besser ablegt, wenn man keinen „Hit“ plant. Ist dies aber der Fall, möchte man, dass viele Spieler mitgehen, so dass man dann beim Showdown einen großen Pot gewinnen kann.
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