Limit Holdem - Der Turn
Basisstrategie für Limit Texas Hold'em
7 - Der Turn
Bei Limit Hold'em verdoppelt sich der Einsatz bei der vierten Karte (Turn). In einem 10/20 Game beträgt der Bet beim Flop 10 und beim Turn 20. Dies ist ein Grund dafür, dass die Pott Odds beim Turn weniger günstig werden.
Wenn beispielsweise beim Flop erhöht wird und drei Mitspieler den Flop sehen, inklusive Big Blind, sind beim Flop 65 € im Pot. Wenn nun ein Spieler einen Bet macht, einer foldet und Sie einen Call machen, dann betragen die Pot Odds für Ihren Call 7,5:1 (65 + 10 = 75 und Sie müssen 10 € callen). Beim Turn sind nun 85 € im Pot. Wenn Sie nun erneut mit einem Bet konfrontiert werden, sind 105 € im Pot, und Sie müssen 20 € bezahlen, um die letzte Karte zu sehen. Die Pot Odds sind jetzt also 5,25:1.
Wie Sie sehen, haben die Pot Odds abgenommen. Das ist bei Limit Hold'em häufig der Fall. Der umgekehrte Fall kann allerdings auch auftreten. Es werden so viele Bets beim Flop gemacht, dass der Pot Odds beim Turn zunimmt.
In jedem Fall können Situationen auftreten, in denen Sie beim Flop die mathematisch richtige Entscheidung treffen, noch eine Karte zu sehen, die beim Turn nicht mehr richtig war.
Da die Einsätze beim Turn verdoppelt werden und die Pot Odds oft abgenommen haben, werden Sie an diesem Punkt häufiger mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert werden. Gehen Sie weiter mit Ihrem Draw? Ist es sinnvoll, einen Bluff zu versuchen? Müssen Sie nun einen Bet machen oder eine Free Card nehmen? Die Antworten auf diese Fragen hängen immer von der speziellen Situation ab. So ist es beispielsweise entscheidend, wie viele Spieler beim Turn noch im Spiel sind.
Haben Sie in der ersten Position beim Flop einen Bet auf einen Flush Draw gemacht und nur ein Spieler ist mitgegangen, dann ist es oft sinnvoll, beim Turn mit einem Bet weiterzumachen. Je weniger Gegenspieler nämlich im Spiel sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bet dafür sorgt, dass der Pot sofort gewonnen wird. So ist es möglich, dass Sie nicht die richtigen Pot Odds erhalten, um einen Flush Draw beim Turn zu callen. Checkt Ihr Gegenspieler, oder sind Sie als Erster an der Reihe, dann ist es gut möglich, dass ein Bet dafür sorgt, dass Ihr Gegenspieler foldet. Bei einem Heads-up (=nur noch zwei Spieler im Spiel) wird aggressives Spiel beim Turn oft belohnt.
Bei mehreren Gegenspielern beim Turn haben Sie mit einem Bet als Bluff (oder Semi-Bluff) eine viel kleinere Gewinnchance. Es erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit einem Raise konfrontiert werden.
Die obigen Anmerkungen sind also wichtig, wenn Sie beim Turn noch nicht Ihre starke Hand gemacht haben. Ist dies jedoch der Fall, so geht es jetzt darum, so viel Geld wie möglich in den Pot zu bekommen. Die einfachste Möglichkeit ist, selber einen Bet oder einen Raise zu machen. Wenn Sie erhöhen, sollten Sie jedoch davon überzeugt sein, dass Ihre Hand besser ist als die Ihres Gegenspielers. Am einfachsten ist es selbstverständlich, wenn Sie beim Turn die bestmögliche Hand (Nuts) machen. Sollten Sie in dieser Situation mit einem Bet konfrontiert werden, erhöhen Sie. Sorgen Sie dafür, dass so viel wie möglich Geld in den Pot kommt. Sollte Ihr Gegenspieler bei der letzten Karte dann noch mal eine bessere Hand machen, so ist das dann einfach Pech.
Beispiel:
Heads-up beim Turn, Sie machen die bestmögliche Straße.
Sie haben Bauer und 10. Auf dem Tisch liegen Dame, 9, 6 und 8 (wobei die 8 die Turn-Karte ist). Es liegen auch zwei Pik-Karten. Ihr Gegenspieler macht einen Bet mit Pik As und Pik 3. Selbstverständlich müssen Sie jetzt raisen. Ihr Gegenspieler ist jetzt 4,1:1 Underdog. Also sorgen Sie dafür, dass Sie so viel wie möglich Geld in den Pot bekommen.
Die wichtigsten Entscheidungen bei Limit Holdem werden beim Turn getroffen. Um in allen Situationen gut zu spielen, bedarf es viel Erfahrung. Die Situationen sind vielfältig und deshalb werden wir hier nicht weiter darauf eingehen und zum River, der letzten Karte übergehen.
7 - Der Turn
Bei Limit Hold'em verdoppelt sich der Einsatz bei der vierten Karte (Turn). In einem 10/20 Game beträgt der Bet beim Flop 10 und beim Turn 20. Dies ist ein Grund dafür, dass die Pott Odds beim Turn weniger günstig werden.
Wenn beispielsweise beim Flop erhöht wird und drei Mitspieler den Flop sehen, inklusive Big Blind, sind beim Flop 65 € im Pot. Wenn nun ein Spieler einen Bet macht, einer foldet und Sie einen Call machen, dann betragen die Pot Odds für Ihren Call 7,5:1 (65 + 10 = 75 und Sie müssen 10 € callen). Beim Turn sind nun 85 € im Pot. Wenn Sie nun erneut mit einem Bet konfrontiert werden, sind 105 € im Pot, und Sie müssen 20 € bezahlen, um die letzte Karte zu sehen. Die Pot Odds sind jetzt also 5,25:1.
Wie Sie sehen, haben die Pot Odds abgenommen. Das ist bei Limit Hold'em häufig der Fall. Der umgekehrte Fall kann allerdings auch auftreten. Es werden so viele Bets beim Flop gemacht, dass der Pot Odds beim Turn zunimmt.
In jedem Fall können Situationen auftreten, in denen Sie beim Flop die mathematisch richtige Entscheidung treffen, noch eine Karte zu sehen, die beim Turn nicht mehr richtig war.
Da die Einsätze beim Turn verdoppelt werden und die Pot Odds oft abgenommen haben, werden Sie an diesem Punkt häufiger mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert werden. Gehen Sie weiter mit Ihrem Draw? Ist es sinnvoll, einen Bluff zu versuchen? Müssen Sie nun einen Bet machen oder eine Free Card nehmen? Die Antworten auf diese Fragen hängen immer von der speziellen Situation ab. So ist es beispielsweise entscheidend, wie viele Spieler beim Turn noch im Spiel sind.
Haben Sie in der ersten Position beim Flop einen Bet auf einen Flush Draw gemacht und nur ein Spieler ist mitgegangen, dann ist es oft sinnvoll, beim Turn mit einem Bet weiterzumachen. Je weniger Gegenspieler nämlich im Spiel sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bet dafür sorgt, dass der Pot sofort gewonnen wird. So ist es möglich, dass Sie nicht die richtigen Pot Odds erhalten, um einen Flush Draw beim Turn zu callen. Checkt Ihr Gegenspieler, oder sind Sie als Erster an der Reihe, dann ist es gut möglich, dass ein Bet dafür sorgt, dass Ihr Gegenspieler foldet. Bei einem Heads-up (=nur noch zwei Spieler im Spiel) wird aggressives Spiel beim Turn oft belohnt.
Bei mehreren Gegenspielern beim Turn haben Sie mit einem Bet als Bluff (oder Semi-Bluff) eine viel kleinere Gewinnchance. Es erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit einem Raise konfrontiert werden.
Die obigen Anmerkungen sind also wichtig, wenn Sie beim Turn noch nicht Ihre starke Hand gemacht haben. Ist dies jedoch der Fall, so geht es jetzt darum, so viel Geld wie möglich in den Pot zu bekommen. Die einfachste Möglichkeit ist, selber einen Bet oder einen Raise zu machen. Wenn Sie erhöhen, sollten Sie jedoch davon überzeugt sein, dass Ihre Hand besser ist als die Ihres Gegenspielers. Am einfachsten ist es selbstverständlich, wenn Sie beim Turn die bestmögliche Hand (Nuts) machen. Sollten Sie in dieser Situation mit einem Bet konfrontiert werden, erhöhen Sie. Sorgen Sie dafür, dass so viel wie möglich Geld in den Pot kommt. Sollte Ihr Gegenspieler bei der letzten Karte dann noch mal eine bessere Hand machen, so ist das dann einfach Pech.
Beispiel:
Heads-up beim Turn, Sie machen die bestmögliche Straße.
Sie haben Bauer und 10. Auf dem Tisch liegen Dame, 9, 6 und 8 (wobei die 8 die Turn-Karte ist). Es liegen auch zwei Pik-Karten. Ihr Gegenspieler macht einen Bet mit Pik As und Pik 3. Selbstverständlich müssen Sie jetzt raisen. Ihr Gegenspieler ist jetzt 4,1:1 Underdog. Also sorgen Sie dafür, dass Sie so viel wie möglich Geld in den Pot bekommen.
Die wichtigsten Entscheidungen bei Limit Holdem werden beim Turn getroffen. Um in allen Situationen gut zu spielen, bedarf es viel Erfahrung. Die Situationen sind vielfältig und deshalb werden wir hier nicht weiter darauf eingehen und zum River, der letzten Karte übergehen.
« Zurück | Spielstrategie | Weiter »
