Limit Holdem - Der Flop
Basisstrategie für Limit Texas Hold'em
4 - Der Flop
Es liegen nun drei Karten auf dem Tisch. Zusammen mit den beiden Karten, die Sie in der Hand halten, verfügen Sie jetzt über fünf der insgesamt 7 Karten. Der größte Teil der Hand, die Sie machen können, ist folglich bekannt. Beim Sehen des Flops haben Sie in der Regel bereits einen recht guten Überblick, wie sich die Hand weiter entwickeln kann. So kommt es regelmäßig dazu, dass Ihre Hand den Flop vollkommen verpasst und Sie werden, wenn Sie von einem Gegner mit einem Bet konfrontiert werden, die Hand folden. Es wird auch passieren, dass eine potenziell starke Hand floppt und Sie sich entscheiden, weiter zu machen. Wir wollen hier nicht eine lange Abhandlung schreiben, aber wir werden Ihnen an Hand von einigen Beispielen aufzeigen, mit welchen Situationen Sie beim Flop konfrontiert werden können. Zunächst einige Flops, mit denen man gar nichts tun kann:
Sie haben 8 und 7 Karo auf der Hand und auf den Flop kommt As–Dame-10 (AQT) ohne Karo. Es ist klar, dass Sie mit diesen Karten nicht viel anfangen können. Sie haben kein Pärchen, und es liegen hohe Karten, die häufig gespielt werden. Sie haben keinen Draw. Kurzum ein dramatischer Flop, bei dem nur ein Fold, also ein Aussteigen aus dem Spiel, die richtige Reaktion ist.
Sie haben 3 und 3 und auf dem Flop kommen As, König und 9 (AK9). Mit einem niedrigen Pärchen in der Hand hoffen Sie einen Set (Three of a Kind) zu floppen. Mit drei „overcards” auf dem Tisch ist die Chance besonders gering, dass das Dreier-Paar die stärkste Hand ist.
Dies sind selbstverständlich besonders eindeutige Situationen am Pokertisch. Sie folden beim Flop. Man kann nun allerdings erstaunlich oft beobachten, dass Spieler, die scheinbar nahezu nichts auf der Hand haben, dennoch weiter machen, weil sie die nächste Karte auch noch sehen wollen. Solche Leute werfen ihr Geld einfach zum Fenster raus.
Nach diesen Beispiel nun ein guter Flop:
Sie haben zwei Asse, und auf den Flop kommen ein As und zwei 10. Sie haben jetzt also ein Full-House mit As und Zehnen. Es kann nur durch jemanden zerschlagen werden, der zwei Zehnen in der Hand hat. Diese Situationen kommen nicht häufig vor. Sie haben nun eine extrem hohe starke Hand, dennoch ist dies kein idealer Flop. Sie werden nämlich in dieser Situation nur Geld verdienen, wenn jemand anderes eine 10 in der Hand hat (oder eventuell ein übrig gebliebenes As). Obwohl also absolut keine Gefahr droht, ist dies im Allgemeinen keine Situation, die viel Geld einspielt.
Sie haben zwei Sechsen und auf den Flop kommen nun As, König und 6. Jetzt haben Sie einen Set (Set= Three of a Kind) gefloppt. Sollte nun bereits von jemanden erhöht worden sein, der höchstwahrscheinlich As und König auf der Hand hat, können Sie jetzt von einem Gegner viel Action erwarten, der vier Karten besitzt, mit denen er Sie aus dem Feld schlagen kann. Auch wenn jemand nur ein Pärchen Asse hat, wird er reagieren, denn es gibt wenige Spieler, die in diesem Fall folden.
Sie haben 8 und 7 Karo und auf den Flop kommen eine Dame, 6 und 5, wobei die 5 ebenfalls Karo ist. Dies ist eine Situation, bei der Sie noch keine Hand gemacht haben, obwohl aber ein extrem starker Draw vorliegt. Mit einer 4 und einer 9 machen Sie eine Straße und mit jeder Karokarte machen Sie einen Flush. Es gibt nun 15 Karten, mit denen Sie eine starke Hand machen können. Sie setzen sich wie folgt zusammen: Neun Karo-Karten (13 – 4 = 9) und vier Neunen sowie vier Vieren. Dies sind dann noch mal acht. Wobei Karo 9 und 4 schon bereits zu den Karten, die einen Flush bringen können, eingerechnet wurden (8 - 6 =6). Hier handelt es sich um 9 + 6 = 15 Karten, die eine starke Hand bringen können. Im Übrigen bilden Karo 4 und Karo 9 einen Straight Flush, und damit eine kaum zu überbietende Hand.
Dies ist dann auch ein Beispiel für einen extrem guten Draw. Diese 15 Karten, die dafür sorgen, dass eine starke Hand gemacht wird, nennen wir Outs. Wenn Ihre Gegner jetzt auf den Flop eine bessere Hand haben, dann haben Sie 15 Outs. Wenn auf den Flop 15 Outs kommen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei mehr als 54 %. Die Rechnung ist ziemlich einfach, doch das steht im Moment nicht im Vordergrund. Sollte in dieser Situation einen Flush gemacht werden, dann ist Ihre Karte die starkmöglichste Hand, wenn eine Karo 4 oder Karo 9 fällt. Bei einer anderen Karo-Karte kann der Gegner einen stärkeren Flush machen. Diesbezüglich sollten Sie aber keine allzu großen Befürchtungen haben, solche Situationen sind eher selten.
Sie haben König und Pik 10, und beim Flop fallen As, 8 und 7, wobei As und 8 beide von Pik sind. Dies ist eine Situation, in der Flush und Draw Ihnen nutzen. Sie haben 4 Pik-Karten. Wenn nun noch ein Pik auf den Tisch kommt, haben Sie den höchsten Flush (Das ist übrigens nicht der Fall, wenn Pik 7 auf den Tisch kommt, dann kann nämlich jemand ein Full House gemacht haben.)
Dies ist am Pokertisch Standard. Sie haben in dieser Situation 9 Outs (die übrigen neun Piks), um den Flush zu machen. Mit neun Outs beträgt Ihre Wahrscheinlichkeit, die Hand zu machen, bei zwei Karten 35 %.
Zunächst wollen wir es bei diesen Beispielen belassen. Erst einmal möchten wir jetzt auf die Odds und Outs eingehen. Ein großer Teil der Entscheidungen, die Sie am Pokertisch treffen, werden von der Geldmenge im Pot bestimmt.
4 - Der Flop
Es liegen nun drei Karten auf dem Tisch. Zusammen mit den beiden Karten, die Sie in der Hand halten, verfügen Sie jetzt über fünf der insgesamt 7 Karten. Der größte Teil der Hand, die Sie machen können, ist folglich bekannt. Beim Sehen des Flops haben Sie in der Regel bereits einen recht guten Überblick, wie sich die Hand weiter entwickeln kann. So kommt es regelmäßig dazu, dass Ihre Hand den Flop vollkommen verpasst und Sie werden, wenn Sie von einem Gegner mit einem Bet konfrontiert werden, die Hand folden. Es wird auch passieren, dass eine potenziell starke Hand floppt und Sie sich entscheiden, weiter zu machen. Wir wollen hier nicht eine lange Abhandlung schreiben, aber wir werden Ihnen an Hand von einigen Beispielen aufzeigen, mit welchen Situationen Sie beim Flop konfrontiert werden können. Zunächst einige Flops, mit denen man gar nichts tun kann:
Sie haben 8 und 7 Karo auf der Hand und auf den Flop kommt As–Dame-10 (AQT) ohne Karo. Es ist klar, dass Sie mit diesen Karten nicht viel anfangen können. Sie haben kein Pärchen, und es liegen hohe Karten, die häufig gespielt werden. Sie haben keinen Draw. Kurzum ein dramatischer Flop, bei dem nur ein Fold, also ein Aussteigen aus dem Spiel, die richtige Reaktion ist.
Sie haben 3 und 3 und auf dem Flop kommen As, König und 9 (AK9). Mit einem niedrigen Pärchen in der Hand hoffen Sie einen Set (Three of a Kind) zu floppen. Mit drei „overcards” auf dem Tisch ist die Chance besonders gering, dass das Dreier-Paar die stärkste Hand ist.
Dies sind selbstverständlich besonders eindeutige Situationen am Pokertisch. Sie folden beim Flop. Man kann nun allerdings erstaunlich oft beobachten, dass Spieler, die scheinbar nahezu nichts auf der Hand haben, dennoch weiter machen, weil sie die nächste Karte auch noch sehen wollen. Solche Leute werfen ihr Geld einfach zum Fenster raus.
Nach diesen Beispiel nun ein guter Flop:
Sie haben zwei Asse, und auf den Flop kommen ein As und zwei 10. Sie haben jetzt also ein Full-House mit As und Zehnen. Es kann nur durch jemanden zerschlagen werden, der zwei Zehnen in der Hand hat. Diese Situationen kommen nicht häufig vor. Sie haben nun eine extrem hohe starke Hand, dennoch ist dies kein idealer Flop. Sie werden nämlich in dieser Situation nur Geld verdienen, wenn jemand anderes eine 10 in der Hand hat (oder eventuell ein übrig gebliebenes As). Obwohl also absolut keine Gefahr droht, ist dies im Allgemeinen keine Situation, die viel Geld einspielt.
Sie haben zwei Sechsen und auf den Flop kommen nun As, König und 6. Jetzt haben Sie einen Set (Set= Three of a Kind) gefloppt. Sollte nun bereits von jemanden erhöht worden sein, der höchstwahrscheinlich As und König auf der Hand hat, können Sie jetzt von einem Gegner viel Action erwarten, der vier Karten besitzt, mit denen er Sie aus dem Feld schlagen kann. Auch wenn jemand nur ein Pärchen Asse hat, wird er reagieren, denn es gibt wenige Spieler, die in diesem Fall folden.
Sie haben 8 und 7 Karo und auf den Flop kommen eine Dame, 6 und 5, wobei die 5 ebenfalls Karo ist. Dies ist eine Situation, bei der Sie noch keine Hand gemacht haben, obwohl aber ein extrem starker Draw vorliegt. Mit einer 4 und einer 9 machen Sie eine Straße und mit jeder Karokarte machen Sie einen Flush. Es gibt nun 15 Karten, mit denen Sie eine starke Hand machen können. Sie setzen sich wie folgt zusammen: Neun Karo-Karten (13 – 4 = 9) und vier Neunen sowie vier Vieren. Dies sind dann noch mal acht. Wobei Karo 9 und 4 schon bereits zu den Karten, die einen Flush bringen können, eingerechnet wurden (8 - 6 =6). Hier handelt es sich um 9 + 6 = 15 Karten, die eine starke Hand bringen können. Im Übrigen bilden Karo 4 und Karo 9 einen Straight Flush, und damit eine kaum zu überbietende Hand.
Dies ist dann auch ein Beispiel für einen extrem guten Draw. Diese 15 Karten, die dafür sorgen, dass eine starke Hand gemacht wird, nennen wir Outs. Wenn Ihre Gegner jetzt auf den Flop eine bessere Hand haben, dann haben Sie 15 Outs. Wenn auf den Flop 15 Outs kommen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei mehr als 54 %. Die Rechnung ist ziemlich einfach, doch das steht im Moment nicht im Vordergrund. Sollte in dieser Situation einen Flush gemacht werden, dann ist Ihre Karte die starkmöglichste Hand, wenn eine Karo 4 oder Karo 9 fällt. Bei einer anderen Karo-Karte kann der Gegner einen stärkeren Flush machen. Diesbezüglich sollten Sie aber keine allzu großen Befürchtungen haben, solche Situationen sind eher selten.
Sie haben König und Pik 10, und beim Flop fallen As, 8 und 7, wobei As und 8 beide von Pik sind. Dies ist eine Situation, in der Flush und Draw Ihnen nutzen. Sie haben 4 Pik-Karten. Wenn nun noch ein Pik auf den Tisch kommt, haben Sie den höchsten Flush (Das ist übrigens nicht der Fall, wenn Pik 7 auf den Tisch kommt, dann kann nämlich jemand ein Full House gemacht haben.)
Dies ist am Pokertisch Standard. Sie haben in dieser Situation 9 Outs (die übrigen neun Piks), um den Flush zu machen. Mit neun Outs beträgt Ihre Wahrscheinlichkeit, die Hand zu machen, bei zwei Karten 35 %.
Zunächst wollen wir es bei diesen Beispielen belassen. Erst einmal möchten wir jetzt auf die Odds und Outs eingehen. Ein großer Teil der Entscheidungen, die Sie am Pokertisch treffen, werden von der Geldmenge im Pot bestimmt.
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