House of Games

USA, 1987
Regie: David Mamet
Mit: Lindsay Crouse, Joe Mantegna, Mike Nussbaum, Lilia Skala, J.T. Walsh
Subtitel: Where the game is never over.
Crouse spielt die Psychiaterin Margaret Ford, die sich auf bestimmte Verhaltensweisen spezialisiert hat. Einer ihrer Patienten ist wegen seiner Spielschulden komplett am Ende. Sie verspricht, ihm zu helfen, und begibt sich deshalb auf die Suche nach Mike (Joe Mantagna) im 'House of Games'.
Ganz hinten in der dunklen Poolhal sitzt Mike und spielt ganz gemütlich eine Runde Karten mit den Kumpels. Man könnte meinen, dass er Besseres zu tun habe, als dieser Dame Rede und Antwort zu stehen. Aber wie unwahrscheinlich es auch anmuten mag, er kann ihre Hilfe am Pokertisch gut gebrauchen. An dieser Stelle sollten Sie nicht angewidert den Film abschalten – ob Mike ihre Hilfe wirklich nötig hat, ist letztlich die Frage. Sie muss aufpassen, ob einer der Spieler durch einen Tell einen Bluff angibt; im Austausch dafür soll die Spielschuld erlassen werden. Diese undurchsichtigen Figuren spielen ein traditionelles No Limit Five Card Draw, so dass das Spiel von jedem Amateur verfolgt werden kann. Vor allem die Kommunikation zwischen den Spielern macht die Szene so realistisch: die Männer sprechen nämlich nur einzeilig und in Klischees... Die Szene findet ein überraschendes Ende, doch dieses Ende soll hier nicht verraten werden.
Mike ist nicht nur vom Drawpoker fasziniert, er ist auch ein echter Mann. Ohne schlechtes Gewissen betrügt er munter drauf los, und Margeret ist fasziniert von ihm und dieser für sie so völlig anderen Welt. Sie möchte alles kennenlernen, und alles über seine Betrugskunst erfahren, und deshalb begleitet sie ihn einen Tag lang durch die Pokerwelt. Während dieses Tages verändert sich Margeret. Aus der Zuschauerin wird sie selbst zur aktiven Teilnehmerin und schließlich scheint es keinen Weg mehr zurück zu geben.
Der Plot ist sehr spannend und gut aufgebaut. Ein empfehlenswerter Film.
