High Roller: The Stu Ungar Story

USA, 2003
Regie: A.D. Vidmer
Mit: Michael Imperioli, Renee Faia, Michael Nouri, Al Bernstein, Andy Glazer, Vince Van Patten
Subtitel: Gambler. Addict. Loser. Legend.
Der Film ist aus Flashbacks aufgebaut, die die Geschichte Revue passieren lassen: Er beginnt mit der Jugendzeit von Stu Ungar in New York und endet mit seinem frühen Tod in Las Vegas. Aus der guten Erzählstruktur des Films entsteht ein zusammenhängendes Ganzes, doch das Script ist an vielen Punkten eher enttäuschend. Die Pokerszenen im Film basieren alle auf wahren Begebenheiten, sind aber wenig detailliert, so dass man nicht klar erfassen kann, was für ein Genie Stu Ungar war.Auch der absolute Einbruch von Stuey ergibt sich nicht schlüssig aus diesem Film. Als Zuschauer hat man überhaupt nicht das Gefühl, dass es sich bei Stu um einen Drogenabhängigen handelt. Ab und an wird ein bisschen Kokain geschnupft, während Stu Ungar in Wirklichkeit absolut heroinabhängig war. So bleiben diese Aspekte im Leben eher außen vor.
Insgesamt genommen aber ist dieser Film dennoch für Pokerfreunde zu empfehlen, vor allem dann, wenn man wenig über das Leben von Stu Ungar weiß. Für Kenner ist es gute Unterhaltung, die allerdings das Leben des besten Kartenspielers aller Zeiten nicht ausreichend beleuchtet.
