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Cool Hand Luke

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  • USA, 1967

  • Regie: Stuart Rosenberg

  • Mit: Paul Newman, George Cannedy, J.D. Cannon, Lou Antonio, Robert Drivas, Dennis Hopper

  • Subtitel: The man... and the motion picture that simply do not conform.

  • IMDB-rating: 8.2

"What we've got here is a failure to communicate, one man you just can't reach..."

Luke Jackson (Paul Newman) muss zwei Jahre ins Gefängnis, weil er eine Parkuhr zerstört hat. Als Neuling im Gefängnis hat er nicht nur Schwierigkeiten mit dem Wachpersonal, sondern auch mit den Mithäftlingen. Luke lässt die anderen Häftlinge zunächst links liegen, lässt sich nicht beeindrucken und zeigt sich selbstsicher. Dieses Verhalten wird als fehlender Respekt interpretiert und erweckt böses Blut bei Dragline (George Kennedy), dem Anführer der Gefangenen. Dragline fordert ihn zu einem Boxkampf auf, bei dem Luke vom viel stärkeren Dragline zusammengeschlagen wird. Nach diesem Kampf bleibt er jedoch so lange aufrecht stehen, bis Dragline den Ring verlassen hat. Obwohl Luke den Kampf haushoch verloren hat, ist er nun der moralische Gewinner und erringt damit den Respekt seiner Mitgefangenen.

Als er dann auch noch am gleichen Abend während einer Partie Poker mit einem totalen Bluff (a handful of nothing) einen großen Pot erringt, ist seine Ehre gerettet. In dem Augenblick, als der Pot zugeschoben wird, sagt Luke: "Sometimes nothing can be a really cool hand", erhält er von Dragline de Namen 'Cool Hand Luke'. Dies ist die Wende. Er wird von Dragline akzeptiert und schließlich sogar zum Anführer der Gruppe.
Cool Hand Luke Am Anfang kommt er seiner neuen Rolle recht gut nach und sorgt dafür, dass die Moral bei den anderen Gefangenen nicht verloren geht. Áls jedoch seine Mutter stirbt, verordnet der Gefängnisdirektor ihm für einige Tage Einzelhaft, damit er nicht fliehen kann. Das empfindet Luke als äußerste Ungerechtigkeit – es führt dazu, dass Luke nun jede Möglichkeit zur Flucht nutzt, die sich ihm bietet. Jedes Mal wird er wieder gefangen, jedes Mal wird geht man mit ihm im Gefängnis ein wenig strenger um, und so wird die Zeit im Gefängnis für Luke ständig schwerer und schwerer. Durch sein  Verhalten erntet er aber viel Bewunderung bei den anderen Häftlingen. Es scheint fast so, dass sie immer dann ein Stück ihrer eigenen Freiheit zurück erhalten, wenn Luke flieht.

Irgendwann, nach dem -zigsten missglückten Ausbruchsversuch, ist sein Wille gebrochen und die Mitgefangenen hören, wie er um Gnade bettelt. Als er danach wieder in seine Zelle kommt, wenden sich die anderen Gefangenen von ihm ab: "Where are ya now" schreit Luke, enttäuscht und desillusioniert durch diesen Verrat.
Später gelingt ihm dann doch noch ein Ausbruch. Er kann, während der Arbeit, ein Fahrzeug eines Gefängniswärters stehlen, und zusammen mit Dragline verlässt er das Gefängnis. Obwohl Dragline große Pläne hat, gibt ihm Luke zu verstehen, dass er alleine weitermachen muss. Während Luke Unterschlupf in einer Kirche findet, geht Dragline enttäuscht in eine andere Richtung. In der Kirche führt Luke einen Monolog mit Gott über das Schicksal und die schlechte Hand, die ihn führte. Am Ende dieses Monologs kommt Dragline in die Kirche mit der Mitteilung, die Kirche sei umzingelt. Wenn er sich ohne Widerstand ergeben würde, so würde es keine weitere Strafe geben. Er selbst jedoch hat Luke verraten, im Austausch gegen seine eigene Freiheit.
Luke öffnet das Fenster der Kirche und schaut den Gefängnisdirektor an und zitiert ihn spottend: "What we've got here is a failure to communicate..."

Dieser Klassiker ist Beispiel und Inspirationsquelle für alle folgenden Gefängnisfilme. Der phantastische Auftritt von Paul Newman wird von vielen als Höhepunkt seiner Karriere angesehen. Die Persönlichkeit von Newman sorgt dafür, dass der Looser und Anti-Held Luke Jackson doch sympathisch wirkt.
Der nicht konforme Charakter von Luke ist das, was den Film so interessant macht. Am Anfang des Filmes wird deutlich, dass Luke ein Kriegsheld mit Auszeichnung ist, der es vom einfachen Soldat zum Sergeanten gebracht hat. Man erfährt nicht, weshalb er am Ende des Krieges wiederum nur Soldat ist, und man weiß auch nicht, weshalb er diese Parkuhren zu Anfang des Films zerstört. Es scheint aber so zu sein, als würde sich seine ganze Zerstörungswut gegen die Gesellschaft richten. Seine zweijährige Strafe will er erst einfach nur aussitzen, aber es scheint in seinem Charakter begründet zu sein, dass er immer wieder alle herausfordert - zuerst die Mithäftlinge, dann die Wärter und schließlich Gott selbst. Viele Filmkritiker interpretieren dies als Kreuzigungsverlauf wie bei Jesus. Das ist gut zu verstehen angesichts eines Films voll christlicher Symbolik. Auch wurde beim Erscheinen im Jahr 1967 oft auf die gesellschaftskritische Botschaft des Filmes hingewiesen, wobei Lukes Kampf symbolisch für den Kampf der unterdrückten Gruppen gegen das herrschende Regime angesehen wurde.
Übrigens zeigt der Film sehr schön, dass sowohl der Boxkampf als auch das Pokerspiel ausgezeichnete Projektionsflächen für die eigene Reputation abgeben. Dieser Klassiker ist absolut zu empfehlen. Es ist allerdings ein bisschen schwierig, diesen Film zu erstehen, da er fast nirgendwo zu kaufen ist oder ausgeliehen werden kann. Will man diesen Film sehen, so wird man ihn downloaden oder im Internet bestellen müssen.