Venetian
Das Venetian war seit der Eröffnung Mitte 1999 immer das schickste Hotel auf dem Strip, erst seit kurzem wird es durch das Wynn übertroffen. Eigentümer Sheldon Adelson hat sich zum Ziel gesetzt, das Bellagio in puncto Luxus zu überbieten. Nach Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar hatte er den gewünschten Erfolg. Keiner trauerte dem legendären Sands mit seinen legendären Szenen rund um den Rat Pack nach. Im neuen Las Vegas gibt es hierfür keinen Platz mehr.
Die Außenfront des Venetian ist zugekleistert mit Kopien bekannter venezianischer Bauwerke, darunter zwei Säulen des Piazza San Marco, die Torre dell'Orologio, nur noch übertroffen von den berühmten Brücken Ponte di Sospiri und Ponte di Rialto.Auf der ersten Etage zwischen luxuriösen Geschäften (u. a. Manolo und Blahnik) gibt es noch ein weiteres Modell des Canal Grande, auf dem ebenso wie draußen singende Gondolieri die Besucher zum Einsteigen auffordern. Sie erklären während der Fahrt unter dem reizvollen Himmelsambiente die umliegenden Gebäude.
Auch das Casino unten hat einiges zu bieten. Es übertrifft das Bellagio und lockt die Besucher aus ihrem Modern Art Museum weg. Zwei Guggenheim-Museen (entworfen von Rem Koolhaas) laden zum Genuss der Van Gogh-, Monet- und Picasso-Kollektion ein.
Insgesamt ist das Venetian mit seiner phantastischen Deckenbemalung wirklich ein Casino, in dem es ein Genuss ist, ein paar Stunden zu verweilen oder am Wochenende den Night Club 'Tao' zu besuchen.
Poker
Wenn man in Las Vegas einen neuen Pokerraum eröffnet, muss man ohne Frage ganz im Stile von Las Vegas vorgehen. Das Neue muss immer „bigger & better“ sein als das Vorherige. Das ist dem Venetian zweifellos gelungen. In einem überaus luxuriösen Ambiente stehen 39 Pokertische, an denen jederzeit ungeheuer viel Action herrscht.
Dieser Pokerraum ist dem Bellagio nachempfunden. Zwar ist die Zahl der Tische gleich, doch der Pokerraum an sich ist weitaus größer. Die höheren Limits werden in einem abgetrennten Teil angeboten, und die Tische für die High Rollers, die hier ein so genanntes “White Chip Game“ spielen wollen, befinden sich sogar in einem Extra-Raum hinter Glas.
Die Limits, die am meisten gespielt werden, sind aber nach wie vor $ 3/6 Limit Hold'em en $ 1/2 No-Limit Hold'em und am Wochenende auch No-Limit Poker bis $ 5/10 und Limit Hold'em bis $ 40/80.
Auch die Liebhaber “dubioser Varianten” können hier gerne einmal hereinschauen, weil hier ebenso – wenn auch selten - Omaha Hi/Lo, Seven Card Stud und H.O.R.S.E. angeboten werden.
Es finden zwei Turniere pro Tag statt, um 12 Uhr und um 20 Uhr. Es handelt sich hierbei um $ 130 No-Limit Hold'em Freezeout, mit einem optionalen Re-Buy für $ 50. Da meist ungefähr siebzig Männer mitmachen, entsteht ein höchst interessanter Preispot.
